Das ist meine persönliche Watsu Wassergeschichte

Ich bin durch Zufall zum Wassershiatsu (Watsu) gekommen durch einen Tipp einer Kollegin.

Als ich den Tipp von meiner Kollegin bekam ging es mir nicht gut, mein Körper wollte mich gerade sozusagen in den „Standbye-Modus” schicken. Ich machte zu dieser Zeit einige Bekanntschaften mit vielen unterschiedlichen Ärzten, die mir aber alle nicht weiterhelfen konnten. Die Ärzte konnte mir nicht sagen, woher meine starken Kopfschmerzen kamen und warum ich Hautausschläge bekam. Es kamen Nackenprobleme hinzu und mein Tinitus meldete sich wieder nach Jahren des Schweigens.

Nach Recherchen im Internet bin ich dann selbst auf den Gedanken gekommen, dass meine Beschwerden wohl sehr stark mit dem Thema Stress zu tun haben mussten. Mein Körper konnte den über Jahre hohen Stresspegel nicht mehr verarbeiten. Meine Muskeln waren so verspannt, das mein Körper fast einer Rüstung glich.

Das Zauberwort für mich war also Stressbewältigung und Stressabbau.

Ich besuchte zunächst eine Physiotherapie, die auch schon einige Verspannungen lösen konnte, aber durch die starken Muskelverspannungen war die Behandlung jedesmal mit starken Schmerzen verbunden, sodass ich mich auch nicht entspannen konnte. Ich merkte, dass dies vorerst noch nicht das Richtige für mich war.

Dann war es soweit. Ich buchte meine erste Watsu Session im 35 Grad warmen Wasser. Ich war sehr aufgeregt und gespannt.

Das Wasser und meine Watsu Begleiterin trugen mich durch dieses angenehm warme Wasser und ich konnte mich endlich wieder entspannen und ich merkte, hier bin ich angekommen. Das war für mich die richtige Entscheidung auf meinem neuen Weg.

Ich musste endlich mal nichts tun, konnte einfach sein lassen und einfach nur diese schöne Session annehmen und es mir gut gehen lassen. Im warmen Wasser in der Session hatte ich keine Schmerzen, mein Körper konnte sich entspannen. Ich schwebte durch das Wasser und merkte schon in der ersten Session, wie meine Muskeln versuchten loszulassen. Ein schönes Gefühl – mein Körper versuchte die Rüstung aufzubrechen.

Die leichten rhythmischen Bewegungen, das Umspülen des Wasser und das Gehalten werden der Watsu Begleiterin taten mir einfach nur gut.

Durch die weiteren Watsu Session habe ich mein Körpergefühl zurück bekommen. Meine Muskeln wurden entspannter und ich konnte auch die Physiotherapie fortsetzen. Hier konnte ich nun viel konkreter kommunizieren, wo genau mein Schmerz  war. Am Anfang dieses Weges  habe ich nie bewusst gespürt, wo meine Schmerzen herkamen, es tat mir eben alles weh. Heute kann ich bewusst sagen, wo der Schmerz ist und etwas dagegen tun.

Nach einigen Watsu Sessions öffneten sich meine Gedanken und ich wusste, wonach ich suchen musste. Ich wollte ergänzend zum Watsu eine Methode für mich finden, um meinen Stress im Alltag besser bewältigen zu können. Ich wollte versuchen aus dem “Autopilot” es Alltags rauszukommen. Durch das Watsu wurden mein Kopf erst frei, danach zu suchen.

Ich fand die für mich richtige Methode im MBSR – Stressbewältigung durch Achtsamkeit.
In einem 8-Wochen Programm führte eine ganz tolle MBSR Lehrerin mich und andere Teilnehmer in die Methode ein. Hier lernte ich durch Achtsamkeit im Alltag, Atemübungen, Meditation, Yogaübungen und vieles mehr, besser auf mich und meinen Körper und meinen Geist zu hören. Ich lernte  auch  mal aus dem “Autopiloten” auszusteigen und etwas für mich zu tun.

Ganz nach dem Motto: “Einatmen – lange ausatmen, sei heute einfach gut zu dir”!!!

Durch diese Erfahrungen beim Watsu und in den Achtsamkeitsstunden konnte ich mich wieder der Welt und meiner Umwelt öffnen, Ängste wurden kleiner, ich konnte mich besser von  Dingen und Situationen lösen, mich öfter entspannen und ich konnte mehr und mehr im “hier und jetzt” sein. Natürlich gelingt es nicht immer, aber ich nehme es bewusster wahr. Es öffneten sich neue Lebensräume und -perspektiven für mich.

Hierfür bin ich meinen 2 Begleiterinnen – einer achtsamen Watsu Begleiterin und einer ganz tollen und motivierenden Achtsamkeitstrainerin aus Hamburg sehr dankbar.

Jeder muss seinen ganz persönlichen Weg selbst erfahren, denn nur durch Erfahrungen lernen und wachsen wir. Aber wie Moshe Feldenkreis so richtige bemerkte “Um das zu tun, was wir möchten, brauchen wir mehr Wege als nur den Einen, den wir kennen – mag er auch an sich ein guter Weg sein”.

Wer sich durch meinen Beitrag der beiden Methoden zur Entspannung und Stressbewältigung angesprochen fühlt,  kann auf den beiden folgenden Links Informationen bekommen – auch zu Praktizierenden in eurer Nähe.

www.watsu.de
www.mbsr-verband.de

Lasst euch durch den Stress der heutigen Zeit nicht vom Wesendlichen abhalten – bewusst Leben!!!

Entspannung im Wasser

PS: Wer Rechtschreibfehler findet, kann Sie behalten ich bin Legastheniker – ja heute kann ich zu meinen Schwächen stehen. Ich schreibe trotz dieser Schwäche einen Blog, weil es mir Spaß macht:)